Landleben ist das in Shaxi immer noch nicht. Aber etwas ruhiger.
Shaxi liegt noch ein kleines Stück weiter in Richtung Himalaya-Hochebene. Es zählt zu Yunnan, und damit zum Süden Chinas, ist aber durch die Höhenlage ordentlich kalt. Wie kalt, wird uns in der ersten Nacht in unserem Hotel klar – einem wirklich hübschen Haus in einer Seitenstraße der Altstadt. Wir bibbern uns unter unseren Decken durch die Nacht, geben irgendwann auf und schalten die Klimaanlage auf „Heizfunktion, höchste Stufe“. Am Morgen sind es außen um die Null Grad Celsius. Es gibt Nudelsuppe zum Frühstück, natürlich draußen.

Die Fußgängerzone in der Altstadt von Shaxi in Yunnan.
Grundsätzlich ist es das einzige, was in dieser wirklich schönen Stadt fehlt: Innenräume. Die Restaurants sind offen gebaut, die meisten Häuser auch. Die Zimmer liegen an offenen Galerien, die Türen gehen direkt nach draußen.
Ein wirkliches Dorf ist Shaxi nicht. Es gibt eine Altstadt mit Fußgängerzone, und auch hier reiht sich Shop an Shop, und Guides schwenken ihre Fähnchen. Friedlicher ist es trotzdem. Die Straßen sind von grünen Bäumen gesäumt, Wasser plätschert in kleinen Kanälen über Stufen, enge Seitenstraßen schnörkeln sich in die Umgebung. Abends strahlen die alten Holzhäuser in einem warmen Licht.






Die Altstadt von Shaxi bei Nacht.
Shaxi liegt an einem alten Handelsweg, der Tea-Horse-Route. Pferde sehen wir keine mehr, nur ein Denkmal erinnert an den alten Marktplatz, auf dem früher gehandelt wurde. Aber Tee bekommt man noch an jeder Ecke. Er wird hier angebaut und hochpreisig verkauft.
Wir bleiben zwei Nächte in Shaxi, dann kapitulieren wir vor der Kälte. Ich habe mir in den Hochgeschwindigkeitszügen eine Erkältung eingefangen, und auch Ingo möchte Wärme erleben, bevor er in den Potsdamer Winter zurück muss. Also buchen wir einen Zug ins Tiefland: Nach Xishuabanna, in die chinesischen Tropen.

Bunte, kreative Cafés mit Dachterrasse gibt es auch. Unten: Flauschiger Hund und Blick von der Terrasse unseres Hotels.




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